06.07.
05.07.
Heute sind wir nach Feyas Mittagsschlaf mit der Kirnitzschtal-Straßenbahn gefahren. Feya saß in der Nähe von zwei Wanderern und hat schüchtern gespielt. Am Lichtenhainer Wasserfall – der nur alle halbe Stunde richtig geflutet wird und ansonsten vor sich hin tröpfelt – sind wir ausgestiegen und mussten auf die Anstrengung erst einmal ein Eis essen.
Als Wanderziel hatten wir uns den Kuhstall ausgesucht. Die Wanderung dorthin war als kinderfreundlich gepriesen. Doch es ging ordentlich bergauf über viele Stufen. Feya interessierte sich für alle umgefallenen Bäume und Baumstümpfe. Als wir an einem kleinen Gebäude mit Holztür vorbeikamen, erzählte die Mama ihr, dass das Haus der sieben Geißlein sei. Wir klopften alle wie der Wolf an die Tür, aber es machte niemand auf.
Ein wenig weiter den Berg hinauf hörten die Stufen auf und der Weg wurde breiter, aber Feya wollte nicht mehr laufen. So hat der Papa sie auf die Schultern genommen und bis nach oben getragen – die Strecke war länger als erwartet. Am Ende hat der Papa gut geschwitzt und Feya hat auf Papas Schultern auch etwas davon abbekommen.
Aber der Kuhstall hat den anstrengenden Aufstieg gerechtfertigt. Es handelt sich dabei um einen natürliches Felsentor mit dahinter liegender Aussicht in die Böhmische Schweiz mit vielen Sandsteinfelsen. Mama entdeckte dort einen weiteren Weg, der zur Himmelsleiter führte, und Feya und Papa machten sich auf den Weg.
Feya wollte jedoch lieber alleine über die Felsen klettern und so stieg Papa alleine die Himmelsleiter hinauf, eine Metalltreppe in einer Felsspalte ohne jegliches Geländern. Von oben war die Aussicht noch grandioser. Feya und Mama inspizierten inzwischen alle Einbuchtungen der Felsen.
Beim Abstieg spielten wir 1,2,3,Jump und Feya durfte zwei Mal im Gras auf Toilette gehen. Wir klopften wieder mit Stöckern an die Tür am Wegesrand (auch diesmal öffnete oder antwortete niemand) und ließen die Stöckchen anschließend von einer kleinen Brücke in die Kirnitzsch fallen.